Coding da Vinci Niedersachsen 2020 – positives Fazit und Lessons Learned

Abschlussbericht veröffentlicht: Rückblick und Ergebnisse des ersten Kultur-Hackathons in Niedersachsen

Mit der Preisverleihung am 29. Januar 2021 endete Coding da Vinci Niedersachsen 2020. Nun steht der ausführliche Abschlussbericht zum Projekt zum Download bereit. Darin findet sich ein ausführlicher Rückblick auf den Kultur-Hackathon „Coding da Vinci Niedersachsen 2020“ und eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Über einen Zeitraum von vierzehn Wochen waren – nachdem der Startschuss am 24. und 25 Oktober 2020 gefallen war – unter anderem an Kultur, Technik, Design und Games Interessierte dazu aufgerufen, aus offenen Daten aus Kultur- und Forschungsinstitutionen kreativ etwas Neues zu schaffen. Aus den Sammlungen digitaler Ton- und Videoaufnahmen, von Bildern und Metadaten sollten so Anwendungen entstehen, die in Kultur und Gesellschaft genutzt werden können.

Die Projekt-Teams setzten ihre Ideen im Rahmen des Hackathons um und so entstanden Apps, Webseiten und andere digitale Formate, die frei genutzt und für eigene Zwecke weiterverwendet werden können. Am Ende der Sprintphase gab es zehn Projektideen, die im Rahmen der Preisverleihung am 29. Januar 2021 vorgestellt wurden. Bei der Preisverleihung, die coronabedingt online stattfand, wurden schließlich die vier Gewinner-Projekte gekürt.

Die Gewinner:innen

Welches Potenzial in offenen Kulturdaten liegt, bewiesen die Projektteams den etwa 250 Zuschauer:innen mit ihren beeindruckenden Ergebnissen aus den vergangenen 14 Hackathon-Wochen.

Die fünfköpfige Jury, bestehend aus Expert:innen aus dem Open-Science-, Kultur- und Tech-Bereich vergab drei Preise in drei verschiedenen Kategorien:

  • Appsolutly Old in der Kategorie „Funniest Hack“: Welche Apps hätten Personen vor 70 bis 100 Jahren genutzt, um sich über aktuelle Ereignisse zu informieren? Und welche Inhalte innerhalb sozialer Netzwerke wären damals geteilt worden? Zur Visualisierung dieser Idee lässt Appsolutly Old historische Datensätze wieder aufleben, indem diese aufbereitet und an die gegenwärtige Kommunikation anpasst werden.
  • Maschinenlerner in der Kategorie „Most Useful“: Vermittlung von Grundlagen des maschinellen Lernens anhand von Coding-da-Vinci-Daten.
  • FabSeal in der Kategorie „Best Design“: Mit FabSeal kann jede:r in Zukunft wortwörtlich Brief und Siegel geben. Die Webanwendung erweckt einen von über 1.000 Lacksiegeln aus der Sammlung von Paul Arnold Grun wieder zum Leben, indem aus den 2D-Fotos der Siegel ein 3D-Modell automatisch generiert wird.

Den 4. Gewinner wählte das Publikum in einem Online-Voting, an dem sich mehr als 220 Personen beteiligten:

  • Herzog VR August in der Kategorie „Everybody’s Darling“: Das Projekt erweckt die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel virtuell zum Leben. Ein kleiner Teil der wertvollen Kollektion wird in einem virtuell begehbarem Modell der Augusteerhalle zugänglich, mit Fokus auf Interaktion mit seltenen und teils extrem kostbaren Handschriften. Darunter befinden sich die sechs Bücherrad-Katalogbände samt interaktivem Bücherrad.

Coding da Vinci – Der Kultur-Hackathon ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS), der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland.

Mehr Informationen zu Coding Da Vinci Niedersachsen 2020 und zur Preisverleihung

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