Doktorandenprogramm BIOMEDAS für Datenwissenschaftler*innen gestartet

15 Datenwissenschaftler*innen beginnen Doktorand*innenausbildung im Bereich Lebenswissenschaften

Die Digitalisierung und Fortschritte in der Datenwissenschaft – Künstliche Intelligenz (KI) eingeschlossen – beeinflussen alle Lebensbereiche. Insbesondere wirken sie sich auf die Lebenswissenschaften und andere gesundheitsbezogene Wissenschaften aus. Schon heute werden bereits große Datensätze für jeden einzelnen Patienten gesammelt und systematisch erfasst – in den kommenden Jahren werden diese Datenmengen zunehmend komplexer und größer werden. Die Verarbeitung und Analyse dieser Daten ist eine der größten Herausforderungen für die Biowissenschaften und die gesundheitsbezogenen Wissenschaften. Es gibt jedoch nur wenige Expert*innen in diesem Bereich: Dadurch ist die Anwendung bislang noch begrenzt und durch das wissenschaftliche Umfeld eingeschränkt, was die vollständige Nutzung der vorhandenen und erwarteten Daten behindert. Datenwissenschaftler*innen, die diese Aufgaben übernehmen, werden händeringend gesucht. Was liegt also näher, als sie selbst auszubilden? Das ist das erklärte Ziel des Doktorand*innenprogramms BIOMEDAS.

Die Translationsallianz Niedersachsen (TRAIN) konzipierte ein hochschulübergreifendes Programm für Doktorand*innen, bei dem auch außeruniversitäre Partner eingebunden werden. So wird die Kombination verschiedener wissenschaftlicher und technologischer Disziplinen ermöglicht, die für die biomedizinische Datenwissenschaft relevant sind. Der Startschuss für das gemeinsame Programm „BIOMEdical DAta Science (BIOMEDAS)“ erfolgte zum Wintersemester 2020 mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) als federführender Einrichtung und der Integration des Programms in die Hannover Biomedical Research School (HBRS).

Doktorand*innen zu Datenwissenschaftler*innen ausbilden

BIOMEDAS richtet sich an Studierende, die daran interessiert sind, disziplinäres Wissen mit den Kompetenzen von Datenwissenschaftler*innen zu verbinden und an der Schnittstelle von Bioinformatik, Medizininformatik, Datenbanken, Data Mining, maschinellem Lernen, angewandter Mathematik, biomedizinischer Modellierung und Analyse komplexer Netzwerke zu arbeiten. Gemeinsame datenwissenschaftliche Projekte zwischen den Partnern werden in verschiedenen Bereichen weiterentwickelt, was zahlreiche Möglichkeiten für den interdisziplinären Austausch eröffnet.

15 Doktorand*innen werden damit erstmals im Rahmen des dreijährigen Programms zu Datenwissenschaftler*innen ausgebildet. Mit dabei sind auch zwei Doktoranden der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und des am Forschungszentrum L3S angesiedelten „Internationalen Leibniz-Zukunftslabor Künstliche Intelligenz“: Ariam Rivas und Salomon Kabongo.

An dem Ausbildungsprogramm sind Betreuer*innen der verschiedenen Partner beteiligt. Derzeit sind das zwölf Einrichtungen aus dem Umfeld der Translationsallianz in Niedersachsen:

  • Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology (BRICS)
  • Centre for Individualised Infection Medicine (CiiM)
  • Leibniz-Institut – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH (DSMZ)
  • Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM)
  • Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI),
  • Leibniz Universität Hannover (LUH)
  • Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
  • Ostfalia (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften)
  • TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften
  • Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)
  • Technischen Universität Braunschweig) und das TWINCORE (Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung GmbH (TUBS))

Mehr zum Doktorandenprogramm BIOMEDAS.

 

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