NFDI4Culture: neue Webseite ist online

Das Portal und Forschungsinformationssystem hilft Nutzer:innen dabei, die Angebote des Konsortiums besser zu finden und zu nutzen

Forschungsdaten sind eine wertvolle Ressource für Wissenschaft und Forschung. Dieses große Potenzial will die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) nutzbar machen – dafür müssen die Daten öffentlich zugänglich und systematisch erschlossen sein. Seit Kurzem ist das Konsortium für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern – kurz NFDI4Culture – mit einem neuen Portal und Forschungsinformationssystem online.

Dank des Forschungsportals können Nutzer:innen die Angebote des Konsortiums besser finden und nutzen. Alle Angebote werden auf dem online zugänglichen „NFDI4Culture Information Portal“ bereitgestellt, das die zentrale Kommunikationsplattform mit den Communities ist. Ziel von NFDI4Culture ist der Aufbau einer bedarfsorientierten Infrastruktur für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern in der NFDI. Dazu gehören 2D-Digitalisate von Gemälden, Fotografien und Zeichnungen ebenso wie digitale 3D-Modelle kulturhistorisch bedeutender Gebäude, Denkmäler oder audiovisuelle Daten von Musik-, Film und Bühnenaufführungen. Alle Serviceangebote wie die Cultural Research Data Academy, die Registry für Forschungswerkzeuge und Datendienste oder der Culture Knowledge Graph sind bereits jetzt zugänglich oder werden in Zukunft über das Portal verfügbar sein.

„Die neue Seite ist als zentraler Info-Point ein wichtiger Baustein im Community-Building. Darüber hinaus setzen wir auf kollaborative Systeme, insbesondere für die Zusammenarbeit mit anderen Projekten bei unseren Open-Source-Entwicklungen wie Wikibase-Erweiterungen, 3D-Viewer und Annotationstool sowie für die Sammlung von Anforderungen aus der Community“, erklärt Prof. Dr. Ina Blümel, die für die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften deren Beitrag an der NFDI4Culture koordiniert. Dieser umfasst unter anderem die Entwicklung einer Monitoring-Infrastruktur für den Workflow von der Digitalisierung über die Datenanreicherung, die Bereitstellung bis zur Nachnutzung (gemeinsam mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz) sowie die Implementierung des zentralen NFDI4Culture Knowledge Graph (gemeinsam mit dem FIZ Karlsruhe).

Den wichtigsten Service zum Release bietet ein zentrales Kontaktformular mit der Möglichkeit, die NFDI4Culture Helpdesks zu verschiedensten Aspekten im Umgang mit Forschungsdaten sowie den Culture Kickstarter zur Unterstützung bei der Antragsplanung ganz direkt anzusprechen.

Über die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)

Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) wurde, angeregt durch den Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII), von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) initiiert und wird von Bund und Ländern finanziert. Ziel der NFDI ist der Aufbau eines bundesweiten verteilten und dynamischen Netzwerkes von Infrastrukturen und Diensten für das Forschungsdatenmanagement des deutschen Wissenschaftssystems. Beim Aufbau der NFDI werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Anfang an mit ins Boot geholt, sie können ihre Bedarfe, Ideen, Wünsche und Anwendungsfälle formulieren und dabei eng mit den Infrastruktureinrichtungen, die die NFDI umsetzen, zusammenarbeiten. Dadurch werden existierende Strukturen und Dienste besser vernetzt und durch weitere Angebote ergänzt. Die Förderung beläuft sich auf bis zu 90 Millionen Euro pro Jahr im Zeitraum 2019 bis 2028. Das Auswahlverfahren für Konsortien erstreckt sich über drei Runden in den Jahren 2019 bis 2021.

Die TIB ist von der ersten Stunde an maßgeblich in den Aufbau der NFDI involviert und selbst an verschiedenen NFDI-Konsortien beteiligt: dem Fachkonsortium Chemie (NFDI4Chem), dem Konsortium für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern (NFDI4Culture), der nationalen Forschungsdateninfrastruktur für die Ingenieurwissenschaften (NFDI4Ing) sowie Initiative NFDI for Data Science and Artificial Intelligence (NFDI4DataScience).

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