Zweiter Open Call für EU-Projekt MediaFutures gestartet

Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen sowie Künstler:innen können sich ab sofort um Förderung bewerben

Das EU-Projekt MediaFutures will durch die Schaffung eines europäischen Dateninnovationszentrums Start-ups, Künstler:innen sowie andere Akteur:innen aus der Medienbereich zusammenbringen. Das Ziel: neue Wege für die Auseinandersetzung mit Qualitätsjournalismus, Wissenschaft, Bildung und demokratische Prozesse zu schaffen.

Der Dateninnovationshub soll Unternehmen und Künstler:innen vernetzen, damit sie Erfahrungen austauschen und Ressourcen sowie Fachwissen bündeln können. Er bietet die Möglichkeit, auf neue – bisher ungeahnte Weise – innovativ tätig zu werden und so bei großen, gesellschaftlichen Herausforderungen, die ein aktives Engagement mit der Öffentlichkeit erfordern, etwas zu bewegen.

Förderung, Beratung und Training für Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen sowie Künstler:innen

Jetzt ist die zweite Runde für die Bewerbung für das sogenannte Accelerator- und Residency-Programm gestartet, die bis zum 27. Januar 2022 läuft. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Start-ups und Künstler:innen können sich nun bewerben, um Teil des europäisch geförderten Projektes zu werden. Von 2020 bis 2023 wird MediaFutures 51 Start-ups und KMU sowie 43 Künstler:innen mit insgesamt 2,5 Millionen Euro unterstützen. Erfolgreiche Bewerber:innen erhalten eine finanzielle Förderung, Beratung und Training.

Gesucht: Ideen, um Fehl- und Desinformationen im Internet entgegenzuwirken

Der Schwerpunkt des zweiten Open Calls liegt auf dem Thema Fehl- und Desinformationen. MediaFutures möchte neuartige, unkonventionelle Wege der Auseinandersetzung mit Journalismus, Wissenschaft und Demokratie unterstützen, die Ansätze und Werkzeuge aus Kunst, Technologie und Innovation nutzen. Gesucht werden innovative, kreative und wirkungsvolle Ideen, die sich mit der Problematik der Online-Fehl- und Desinformation in verschiedenen Bereichen befassen. Sie sollen dazu beitragen, den negativen Auswirkungen diesen Fehl- und Desinformationen in der Gesellschaft entgegenzuwirken und das Vertrauen in wissenschaftliche und demokratische Institutionen zu stärken.

Beispielsweise könnten im Rahmen der Förderung Software oder Hardware entwickelt werden, um bestimmte Probleme anzugehen, oder Kunstwerke entstehen, die verschiedene Aspekte dieses Themas beleuchten. MediaFutures ist besonders an Bewerbungen interessiert, die neue Ansätze zur Einbeziehung von Minderheiten oder besonders betroffenen Ländern bieten.

Alexandra Garatzogianni, Koordinatorin von MediaFutures und Leiterin des Wissens- und Technologietransfers an der TIB sowie Koordinatorin von EU-Projekten am Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover: „Wir wollen zeigen, wie die Entwicklung eines multidisziplinären Dateninnovationshubs wie MediaFutures die Medien-Wertschöpfungskette in ganz Europa neu gestalten kann. Wir freuen uns auf Bewerbungen von Start-ups, KMUs und Künstler:innen mit Produkten, Dienstleistungen, Kunstwerken und Erfahrungen, die das Potenzial haben, die Art und Weise, wie Bürger:innen sich mit Qualitätsjournalismus, wissenschaftlicher Bildung und demokratischen Prozessen beschäftigen, zu verändern".

Das Projekt MediaFutures wird vom „Leibniz Joint Lab Data Science & Open Knowledge” – einem Zusammenschluss von der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, der Leibniz Universität Hannover (LUH) und dem Forschungszentrum L3S – koordiniert.

Interesse? Dann bewerben Sie sich bis zum 27. Januar 2022.

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