TIB-Exponat im Deutschen Museum Bonn ausgestellt

Geolokalisierungstool der Forschungsgruppe Visual Analytics ist Teil der „Mission KI – erleben . verstehen . mitgestalten“

Wo wurde das Foto aufgenommen? Im Deutschen Museum Bonn können die Besucher:innen gegen einen Computer antreten und ihr Wissen testen. // Foto: Deutsches Museum/Lichtenscheidt

Das Deutsche Museum Bonn macht sich auf den Weg: vom Museum für zeitgenössische Forschung und Technik zum Forum für Künstliche Intelligenz. In den vergangenen Monaten wurde im Rahmen der „Mission KI – erleben . verstehen . mitgestalten“ die erste Etappe dieser spannenden Reise mit dem Erlebnisraum KI (Künstliche Intelligenz) erfolgreich abgeschlossen.

An aktuellen Anwendungsbeispielen zur Robotik, Bilderkennung, Cyberkriminalität, der Entwicklung des autonomen Fahrens, der Ambivalenz von Sprachassistenten oder „künstlicher Kreativität“ wird die Künstliche Intelligenz erlebbar. Mit dem Geolokalisierungstool der Forschungsgruppe „Visual Analytics“ ist auch ein Exponat der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften dabei.

Der von der Forschungsgruppe Visual Analytics entwickelte Geolokalisierer gibt Schätzungen ab, wo auf der Erde ein Foto aufgenommen wurde. Bei dem Exponat treten Mensch und Maschine gegeneinander an und schätzen, wo das Foto aufgenommen wurde – meist gewinnt der Computer. Aber wie funktioniert das? Dank künstlicher Intelligenz.

Fake News anhand von Fotos erkennen

Um den Aufnahmeort eines Fotos zu bestimmen, nutzt dieses KI-basierte System nur den Bildinhalt und keine Daten, die die Kamera zusätzlich gespeichert hat. Zunächst erkennt es, ob das Bild in einem städtischen oder ländlichen Umfeld aufgenommen wurde oder in einem Innenraum. Fünf Millionen Trainingsfotos helfen der KI, den Aufnahmeort weiter einzugrenzen. „Bei Stadtimpressionen sind das beispielsweise Bauwerke oder architektonische Details, bei Naturaufnahmen werden Pflanzen und Tiere berücksichtigt“, beschreibt Prof. Dr. Ewerth, Leiter der Forschungsgruppe, das Verfahren.

Ein System wie dieses könnte künftig dabei helfen, Falschnachrichten als solche zu identifizieren. Schon jetzt lässt sich damit überprüfen, wie glaubwürdig Fotos als Informationsquelle sind und wie wahrscheinlich es ist, dass ein Bild genau in der angegebenen Region aufgenommen wurde.

Mehr zum Geolokalisierungstool der TIB

Wann? 20. März bis 31. Dezember 2021
Wo? Deutsches Museum Bonn

Feedback