3D-Objekte

Wir entwickeln prototypische Dienste für 3D-Modelle

Laut einer Studie der TIB zum Informationsbeschaffungs- und Publikationsverhalten gibt bereits jeder zehnte Wissenschaftler an, im Rahmen seiner Arbeit 3D-Modelle zu erzeugen. Neben der Architektur, dem Bauingenieurwesen und dem Maschinenbau – Disziplinen, die klassisch im dreidimensionalen Raum planen und konstruieren – kommen diese auch in der Elektro- und Informationstechnik, Physik und Astronomie sowie der Forschung zum Erhalt kulturellen Erbes zum Einsatz. Die Arten der verwendeten Modelle unterscheiden sich dabei zum Teil erheblich, neben CAD-Modellen finden sich Formate wie Punktwolken, die z.B. aus Laserscans resultieren und mit denen Gebäude oder Landschaften erfasst werden. Hinzu kommen Simulationen, in denen auch die zeitliche Dimension eine Rolle spielt. Darüber hinaus entstehen vermehrt druckfähige 3D-Modelle, die eine direkte Erzeugung eines physischen Objekts ermöglichen.

Projekte

In Forschungs- und Entwicklungsprojekten werden prototypische Dienste zur zielgruppen- und objekttypgerechten Recherche, interaktiven Nutzung, Archivierung und Publikation von 3D-Modellen mit Perspektive auf eine Überführung in TIB Dienste und Services entwickelt. Die bedarfsgerechte Entwicklung baut auf Umfeldanalysen und Nutzerstudien auf, bei denen Anforderungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den unterschiedlichen Disziplinen erhoben werden. Sie wird im Sinne des User Centered Design während des Entwicklungsprozesses von Evaluierungen begleitet.

In dem 2011 beendeten Projekt PROBADO 3D, welches fünf Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Leistungszentrum für Forschungsinformation gefördert wurde, sind Methoden für das gezielte Auffinden von 3D-Modellen aus der Architektur auf Basis von inhaltsbasierten Erschließungstechnologien entwickelt worden. In PROBADO können unterschiedliche Modellinhalte identifiziert und beschreibende Daten automatisch erstellt werden. Hinzu kommen visuelle Suchmöglichkeiten wie eine intuitive Suche mit 2D- und 3D-Skizziertool und eine Ergebnislieferung schon während des Zeichnens, sowie eine Suche mittels Raumverbindungsgraphen, die den Zugang über eine gesuchte Raumstruktur innerhalb von Gebäuden ermöglicht.

DURAARK ist ein interdisziplinäres Projekt zur Entwicklung von Methoden und Werkzeugen für die semantische und geometrische Anreicherung sowie die Langzeitarchivierung von Wissen und dreidimensionalen Daten wie Punktwolken aus Laserscans und BIM-Modellen aus der Architekturdomäne. Das Projekt wurde von Februar 2013 bis Januar 2016 im 7th Framework Programme (EU); ICT Call 9, gefördert.