DELFT

Digitalisierung Ethnologischer Filmbestand

Fakten

Leitung

Thomas Bähr

Projektbearbeitung

Miriam Reiche

Förderung durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Laufzeit

1. Oktober 2017 – 30. September 2019

Homepage

https://projects.tib.eu/delft/

Im Rahmen dieses Vorhabens wird die 1.953 Filme umfassende ethnographische Filmsammlung des ehemaligen Instituts für den Wissenschaftlichen Film (IWF) von der Technischen Informationsbibliothek (TIB) digitalisiert.

Beschreibung

Die ethnographische Filmsammlung des ehemaligen Instituts für den Wissenschaftlichen Film (IWF) ist die größte weltweit und umfasst 1.953 Filme. Dieser Filmbestand wird durch die Technische Informationsbibliothek (TIB) digitalisiert. Zusätzlich werden Langzeitarchivierung, DOI-Vergabe, Erschließung von Metadaten und Einbindung dieser Digitalisate in das Portal für audiovisuelle Medien der TIB als Teil des bereits erprobten und erfolgreichen Digitalisierungskonzeptes der TIB durchgeführt.

Der Filmbestand dokumentiert Bräuche und handwerkliche Traditionen sowie (sozio-)kulturelle Prozesse unterschiedlichster Volksgruppen und Ethnien: von der materiellen Kultur, Wirtschaft, Handwerk über die Künste – insbesondere Musik und Tanz – bis hin zu Brauchtum, Ritus, Religion oder Heilkunde. Heute sind dies teils die einzigen filmischen Zeugnisse untergegangener kultureller Ausdrucksformen und ihrer Akteurinnen und Akteure. Bei dem zu digitalisierenden Material handelt es sich um bedeutende Objekte des kulturellen Erbes, welche durch die Digitalisierung für die Forschung und Lehre – in erster Linie in den kleinen Fächern Ethnologie, Anthropologie und Filmwissenschaften – zugänglich gemacht werden.

Die Materialien konnten bis dato nicht systematisch wissenschaftlich ausgewertet werden, weil sie überwiegend analog – und wenn digital, in einer niedrigen Auflösung – vorliegen. Für die Digitalisierung bilden die 16mm-Archivkopien die erste Präferenz. Für eine hochwertige Digitalisierung der O-Tonfilme (Musik und Tanz) stehen zudem Cordbänder der Originaltöne zur Verfügung. Die geplante hochauflösende Digitalisierung ist die Voraussetzung für wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Filmbestand. Die Ergebnisse des Projektes sind von Interesse für europäische und internationale Forschung und bieten Anknüpfungspunkte für künftige Forschungsprojekte.

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