ENVRI-FAIR

ENVironmental Research Infrastructures building Fair services Accessible for society, Innovation and Research

Fakten

Leitung

Dr. Markus Stocker

Projektbearbeitung

Dr. Markus Stocker

Förderung durch

EU (Horizon 2020)

Laufzeit

2019 – 2022

Homepage

https://envri.eu/envri-fair/

ENVRI-FAIR ist die Verbindung des Clusters für Umweltforschungsinfrastrukturen (ENVRI) zur European Open Science Cloud (EOSC). Übergeordnetes Ziel ist es, dass alle teilnehmenden RIs am Ende des Projekts eine Reihe von FAIR-Datendiensten aufgebaut haben, die die Effizienz und Produktivität der Forscher steigern, Innovationen unterstützen, daten- und wissensbasierte Entscheidungen ermöglichen und den ENVRI-Cluster mit der EOSC verbinden.

Kooperationen

Forschungszentrum Jülich (Koordinator), Universität Amsterdam und 34 zusätzliche Projektpartner

Beschreibung

Natürliche und anthropogene Faktoren führen zu Umweltveränderungen auf allen Ebenen von lokal bis global. Das Verständnis und die Quantifizierung dieser Veränderungen ist eine notwendige Voraussetzung für die Entwicklung von Minderungs- und Anpassungsmöglichkeiten und für eine faktenbasierte Entscheidungsfindung. Zuverlässige Vorhersagen über Umweltveränderungen müssen auf vertrauenswürdigen, gut dokumentierten Beobachtungen beruhen, die die gesamte Komplexität des Erdsystems und die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Land und Meer sowie die Auswirkungen von und auf das Leben in all seinen Formen erfassen. Umweltdaten bilden die wissenschaftliche Grundlage für die Analyse der physikalischen, biologischen und wirtschaftlichen Prozesse im Erdsystem, die alle Bereiche der Gesellschaft sowie die Tierwelt und die biologische Vielfalt betreffen. Ein einfacher und schneller Zugang zu zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Umweltdaten ist die Grundlage für die Forschung und die Entwicklung von Dienstleistungen zur Vorhersage und Bewertung der Umwelt, aber auch für die Bewertung der Vergangenheit und die Festlegung künftiger Politiken sowie für die Entwicklung umweltfreundlicher Innovationen. Die Nachfrage nach Erdbeobachtungsdaten steigt rasant, aber die Werkzeuge zur Verwaltung, Dokumentation, Bereitstellung, Suche, Zugriff und Nutzung solcher Daten sind aufgrund der Kombination von Datenkomplexität und Datenvolumen noch unterentwickelt.

Die Forschungsinfrastrukturen (RI) des Bereichs Umwelt, wie sie vom ESFRI definiert werden, umfassen die vier Hauptbereiche des komplexen Erdsystems (Atmosphäre, Marine, Feste Erde und Biodiversität/Terrestrische Ökosysteme) und bilden so den Cluster der Europäischen Umwelt- und Erdsystemforschungsinfrastrukturen (ENVRIs). ENVRIs sind wichtige Säulen für Umweltwissenschaftler bei ihrem Bestreben, das komplexe Erdsystem zu verstehen und zu interpretieren. Sie sind die größeren Produzenten und Anbieter von Umweltforschungsdaten in Europa, die aus in-situ- und weltraumgestützten Beobachtungssystemen stammen. ENVRIs tragen oft zu globalen Beobachtungssystemen bei und erzeugen relevante Informationen für Europa und die Welt. Die RI-Einrichtungen wurden entwickelt, um auf die Bedürfnisse spezifischer Forschungsgemeinschaften einzugehen, wobei individuelle Anforderungen und Methoden spezifischer Disziplinen berücksichtigt wurden. Die Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit ist jedoch seit Jahrzehnten offensichtlich. Daher kooperiert die ENVRI-Community zunehmend innerhalb der Clusterprojekte ENVRI (2011-2014, FP7), die den Weg für das ENVRIplus-Projekt (2015-2019, H2020) ebneten. ENVRIplus bündelt alle Subdomänen der Erdsystemwissenschaften, um zusammenzuarbeiten, die in den verschiedenen Disziplinen erzielten Fortschritte zu nutzen und die Interoperabilität zwischen den RIs und Subdomänen zu stärken.

Das übergeordnete Ziel von ENVRI-FAIR ist es, die FAIR-Prinzipien in der ENVRI-Community umzusetzen und mit der European Open Science Cloud (EOSC) zu verbinden. Gemeinsame Richtlinien, offene Standards, Interoperabilitätslösungen, operative Dienste und die Verwaltung von Daten auf der Grundlage von FAIR-Grundsätzen (Findable, Accessible, Interoperable, Re-usable) erfordern einen gemeinsamen Ansatz. Ziel ist es, die Open-Access-Plattform für interdisziplinäre Umweltforschungsdaten im Europäischen Forschungsraum unter Nutzung des EOSC zu schaffen.

In ENVRI-FAIR baut die TIB auf ihrer Expertise in den FAIR Guiding Principles und Semantic Web Technologien auf und wird an der maßgeschneiderten Beratung und Unterstützung von RIs für das FAIR Data Service Co-Design sowie an der Weiterentwicklung der ENVRI-FAIR Knowledge Base arbeiten. TIB führt WP7.1 und D7.1.1 und D7.1.3.

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