FID Mathematik: Maths Beyond Text

Fachinformationsdienst Mathematik: Maths Beyond Text (Neue Dienstleistungen für die Mathematik)

Fakten

Leitung

Mila Runnwerth

Projektbearbeitung

Dr. Gerrit Grenzebach (TIB), Dr. Anna Kasprzik (TIB), Helge Holzmann (L3S)

Förderung durch

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Laufzeit

1. Januar 2015 – 31. Dezember 2017

Um mathematische Software im wissenschaftlichen Arbeitsprozess nachvollziehbar, nachhaltig und reproduzierbar einzubetten, muss sie bei herkömmlichen Veröffentlichungen findbar und zitierbar sein. In unserem Ansatz versuchen wir Informationen zur Software von der Versionsangabe bis hin zum Download des Quellcodes aus dem Internet (oft von den Entwicklern selbst bereitgestellt) mit Hilfe von Web-Archiven in einer Form anzubieten, in der sie auch für Veröffentlichungen verwendet werden können, zum Beispiel durch Angabe eines DOIs.

Kooperationen

Projektpartner:

Kooperationspartner:

Weiterführende Links

Publikationen:

Vorträge:

Beschreibung

Ziel des FID Mathematik ist die Entwicklung einer Infrastruktur für die überregionale Bereitstellung wissenschaftlicher Ressourcen, Informationsservices und Dienstleistungen, die über bisher verfügbare Angebote für die mathematische Forschung hinausgehen und diese substanziell ergänzen.

Motivation:

Obwohl der Einsatz mathematischer Software bei Berechnungen, Simulationen oder Visualisierungen bereits selbstverständlich ist, wird sie als Werkzeug oder sogar als Ergebnis wissenschaftlichen Arbeitens bisher wenig gewürdigt. Das ist unter anderem im wissenschaftlichen Veröffentlichungsprozess begründet, der sich neben der textuellen Wissensverbreitung nur langsam auch für nichttextuelle Veröffentlichungen wie Forschungsdaten, Filmen und Software öffnet. Um wissenschaftliche Anerkennung für Leistungen im Digitalen zu bekommen, müssen nichttextuelle Medien mit herkömmlichen Veröffentlichungen verknüpfbar und bibliometrisch geeignet zitierbar sein.

Unter anderem durch die Nähe zu DataCite beobachten und kommunizieren wir die Entwicklungen zu einem Zitierstandard von Software. Herausforderung dabei ist die Abbildung der oft kleinteiligen Software-Information in das Format bibliographischer Metadaten. Um Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit zu gewährleisten sind oft Angaben zu den Rahmenbedingungen des Experiments, zum Beispiel Betriebssystem, Compiler usw. nötig, die im bisherigen Metadatenschema für textuelle, gedruckte Literatur nicht vorgesehen waren.

Ziele:

Wir wollen Software-Informationen, die im Internet zur Verfügung gestellt werden, mit Hilfe von Web-Archiven zusammenfassen, archivieren und z. B. über einen DOI zitierbar machen. Dieser Ansatz bietet zur oben genannten Entwicklung folgende Ergänzungen:

  • Die Informationen enthalten unter anderem Versionsangaben, Dokumentation bis hin zu Quellcode. Die Informationen sind mit Zeitangaben archiviert, sodass Versionsentwicklungen oder Bug Fixes nachverfolgt werden können.
  • Auch veraltete Links können noch nachvollzogen werden, da sie im Web-Archiv langfristig erhalten bleiben. 

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