Open-Access-Publikationsfonds der Leibniz-Gemeinschaft: Monografien

Der Leibniz-Publikationsfonds für Monografien fördert und finanziert die Open-Access-Publikation wissenschaftlicher Monografien, Sammelbände oder Beiträge in Sammelwerken, bei denen Publikationsgebühren anfallen.

Informationen zum Leibniz-Monografienfonds

Die Förderung von Open-Access-Monografien in der Leibniz-Gemeinschaft erfolgt im Rahmen eines Pilotprojekts. Ziel ist es, Finanzierungsmodelle zu erproben und Qualitätsstandards für die Förderung von Open-Access-Büchern zu entwickeln. Im Projektverlauf kann es daher zu Änderungen an den unten vorgestellten Förderbedingungen kommen.

Die Laufzeit des Publikationsfonds ist auf die Jahre 2019 und 2020 beschränkt. Die Mittel werden über den Strategiefonds der Leibniz-Gemeinschaft zur Verfügung gestellt.

Das Pilotprojekt läuft unter der Federführung des IDS in Kooperation mit dem DIE, dem DIPF, dem GNM, dem IfZ, der TIB und der ZBW.

Die zentrale Fondsverwaltung des Publikationsfonds erfolgt über die TIB Hannover. Die TIB erfasst die Anträge, das IDS wickelt die Rechnungen ab. Die Begutachtung der eingereichten Anträge erfolgt über das Projektteam.

Das Projektteam beantwortet Fragen rund um Förderkriterien, Antragstellung und Rechnungsabwicklung des Publikationsfonds sowie zum Themenkomplex Open Access gerne per E-Mail (monografienfondsleibniz-gemeinschaftde).

Auch die Projektleiterin Monika Pohlschmidt (IDS) steht für Auskünfte gerne zur Verfügung:

Monika Pohlschmidt
T +49 621 1581 161
Pohlschmidtids-mannheimde

Förderkriterien

Gefördert werden genuine Open-Access-Publikationsgebühren, also Kosten, die für die Publikation eines Werks im Open Access gold anfallen.

Art der Publikation

  • Open-Access-Monografie
  • Open-Access-Sammelwerk
  • Beitrag in Open-Access-Sammelwerk
  • Erstpublikation
  • Zeitgleich zur Open-Access-Publikation kann auch eine Druckausgabe erscheinen; hierfür anfallende Kosten werden nicht gefördert.

Antrag

  • Die Autorin/der Autor ist Mitarbeiterin oder Mitarbeiter einer Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft.
  • Die Herausgeberin/der Herausgeber ist Mitarbeiterin oder Mitarbeiter einer Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft.
  • Der Antrag wird online gestellt und nach Reihenfolge des Eingangs bearbeitet, bis die Mittel erschöpft sind.

Qualitätssicherung

  • Das Werk hat vor der Veröffentlichung ein in der jeweiligen Disziplin übliches Qualitätssicherungsverfahren durchlaufen (z. B. Peer-Review bzw. Gutachterverfahren, Begutachtung durch Herausgeberinnen/Herausgeber, wissenschaftliches Lektorat).
  • Geht die Publikation auf eine Dissertationsschrift zurück, muss diese mindestens mit „magna cum laude“ bewertet worden sein.

Zugänglichkeit

  • Die Publikation wird kostenfrei und ohne rechtliche oder technische Barrieren über ein Repositorium online zugänglich gemacht.
  • Die Open-Access-Version wird zeitgleich zu oder vor einer Print-Version veröffentlicht.
  • Open-Access- und Druck-Ausgabe werden eindeutig als Open-Access-Publikation gekennzeichnet. Falls eine Druck-Ausgabe verbreitet wird, ist darin ausdrücklich auf die Open-Access-Ausgabe hinzuweisen.
  • Auf der Webseite und in Werbematerialien des Verlags wird gut sichtbar darauf hingewiesen, dass das Werk neben der kostenpflichtigen Fassung auch im Open Access verfügbar ist.
  • Die Langzeitarchivierung ist gewährleistet (z.B. über die Deutsche Nationalbibliothek).
  • Metadaten sollten in Datenbanken wie DOAB, OAPEN sowie in weiteren Fachdatenbanken nachgewiesen werden.
  • Die Publikation wird in LeibnizOpen nachgewiesen.
  • Die Veröffentlichung sollte sechs Monate nach Genehmigung der Fördermittel erfolgen. Die Auszahlung der Förderung erfolgt erst nach Veröffentlichung.

Rechte

  • Die Veröffentlichung erscheint unter einer CC-Lizenz (empfohlen wird CC BY).
  • Autorinnen/Autoren und Herausgeberinnen/Herausgeber sollten dem Verlag einfache Nutzungsrechte einräumen.
  • Die Rechte an Abbildungen und anderen Fremdmaterialien, die Dritten zustehen, sind geklärt.
  • Informationen zu Open Access und zur CC-Lizenz sind im Impressum der Online-sowie der Druck-Ausgabe eindeutig enthalten.

Metadaten und Impressum

  • Die Metadaten enthalten mindestens: Titel, ggf. Zusatztitel, Autorinnen/Autoren, Herausgeberinnen/Herausgeber, ORCID (wenn vorhanden), Publikationsdatum, Verlag, ggf. Reihentitel und Bandnummer, Persistent Identifier (DOI oder URN), ggf. ISBN (wenn zusätzlich gedruckt angeboten), Creative-Commons-Lizenz, Abstract, (freie oder einer Klassifikation entnommene) Schlagwörter.
  • Die Publikation erhält eine DOI oder eine URN.
  • Das Impressum der Druck- und Open-Access-Ausgabe enthält den Hinweis, dass das Werk durch den Publikationsfonds der Leibniz-Gemeinschaft gefördert worden ist.

Verlag

  • Der Verlag muss eine transparente Kalkulation vorlegen, mit der der Anteil der Open-Access-Kosten belegt wird.
  • Der Verlag sollte im Directory of Open Access Books (DOAB) oder als Mitglied des Open Access Scholarly Publishers Association (OASPA) gelistet sein.

Förderumfang

  • Bei Monografien und Sammelwerken beträgt die maximale Fördersumme 4.500 EUR (brutto).
  • In begründeten Fällen können Fördermittel für folgende Zusatzkosten bewilligt werden (in Höhe von bis zu 1.500 EUR):
    - Zusatzmodul 1: besonderer Aufwand für die Manuskripterstellung (z.B. aufgrund des Seitenumfangs oder des hohen Anteils an Abbildungen oder Tabellen)
    - Zusatzmodul 2: Bildrechte und Lizenzen (Für die zusätzliche Erstattung von Ausgaben für Bildrechte und Lizenzen sind entsprechende Kostenbelege beizubringen.)
  • Beiträge in Sammelwerken werden bis maximal 2.000 EUR brutto gefördert.
  • Die Förderung kann mit anderen Mitteln kombiniert werden.

Nicht förderfähig

  • Kosten für Printausgaben
  • Beiträge in Sammelwerken, die nicht als ganzes Werk im Open Access erscheinen.
  • Abschlussarbeiten (Bachelor-, Master-, Magister-, Diplomarbeiten)

Antragsformular

Stellen Sie Ihren Förderantrag über das Online-Antragsformular.

Ablauf der Beantragung

  1. Als Autorin oder Autor bzw. Herausgeberin oder Herausgeber einer Leibniz -Einrichtung stellen Sie Ihren Antrag über ein zentrales Antragsformular.
  2. Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet, bis die Projektmittel erschöpft sind.
  3. Ein Antrag zur Förderung einer Open-Access-Monografie, eines-Open-Access-Sammelwerks oder eines Beitrags in einem Sammelband kann gestellt werden, wenn Vertragsverhandlungen mit einem Verlag laufen oder das Werk zur Publikation angenommen worden ist.
  4. Eingereichte Anträge werden von der TIB formal geprüft und von dem Projektteam nach den vorgegebenen Förder- und Qualitätskriterien begutachtet.
  5. Wenn Ihre Publikation den Förderkriterien entspricht, bekommen Sie per E-Mail eine Zusage, andernfalls eine Absage von der TIB.
  6. Die Kostenerstattung kann nur nach Vorlage einer transparenten Verlagsrechnung erfolgen, aus der die Kosten für die Open-Access-Publikation nachvollziehbar hervorgehen.
  7. Mittelzusagen gelten für einen Zeitraum von 6 Monaten.
  8. Ist das geförderte Werk nach Ablauf dieser Frist noch nicht publiziert, muss ein neuer Antrag auf Förderung gestellt werden.

Auf einen Blick

 Das Wichtigste zum Publikationsfonds Monografien im Überblick (PDF).

Wer hilft weiter?

Jessica Michel

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