DataCite: Forschungsdaten besser zugänglich machen

Neues von DataCite: Zahlen, Daten, Fakten

Die TIB registrierte 2015 mehr als 288.000 Digital Object Identifier (DOI) und arbeitet inzwischen mit über hundert Datenzentren bei der DOI-Vergabe zusammen. Damit hat die Bibliothek seit 2004 insgesamt 1,3 Millionen DOIs für Forschungsdatensätze und graue Literatur aus Technik und Naturwissenschaften vergeben. Ein DOI-Name, ein eindeutiger und dauerhafter Identifikator, sichert den nachhaltigen Zugriff auf digitale Objekte wie Forschungsdaten. Die DOI-Vergabe für akademische Einrichtungen ist in Deutschland seit 2013 kostenfrei.

Die DataCite-Erfolgsgeschichte in Zahlen

Als Gründungsmitglied engagiert sich die TIB seit 2009 in dem Verein DataCite, dessen Geschäftsstelle an der TIB in Hannover geführt wird. DataCite will Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Online-Zugang zu Forschungsdaten erleichtern und deren Akzeptanz als eigenständige, zitierfähige wissenschaftliche Objekte fördern.

Dass Forschungsdaten in der Wissenschaft immer wichtiger werden, zeigen die Zahlen: Konnte DataCite im Sommer 2013 erst zwei Millionen registrierte DOIs verzeichnen, sind es heute bereits mehr als 7,2 Millionen. Auch die Zahl der Mitglieder und Datenzentren, mit denen DataCite zusammenarbeitet, steigt kontinuierlich: Derzeit sind es 27 Vollmitglieder und sieben assoziierte Mitglieder aus 21 Ländern sowie 672 Datenzentren in der ganzen Welt.

DataCite ist ein starker Partner, wenn es um Forschungsdaten geht. Deshalb stand Ende Februar in Amsterdam im Rahmen von Strategy Meeting und Mitgliederversammlung die Sicherung der Nachhaltigkeit von DataCite als eine der bedeutendsten Organisationen in der Forschungsdaten-Community als Hauptthema auf der Agenda: Die Mitglieder beschlossen eine Satzungsänderung, Bisher konnten nur Non-Profit-Organisationen Mitglied bei DataCite werden. Diese Beschränkung entfällt: Nun können beispielsweise auch Verlage oder Forschungsförderer DataCite-Mitglied werden. Damit will der Verein sich weiter der Forschungsdaten-Community öffnen und sich als starker Akteur im Bereich Forschungsdaten positionieren. Neu ist ebenfalls, dass jedes DataCite-Mitglied zukünftig stimmberechtigt ist.

Projekte, Kooperationen und technische Entwicklungen

Als einer von zehn Projektpartnern ist DataCite am EU-Projekt THOR (Technical and Human Infrastructure for Open Research) beteiligt, aus dem unter anderem der seit August 2015 zur Verfügung stehende neue DataCite-Suchservice entstand. Darin integriert ist eine ORCID-Suche und -Verlinkung, so dass wissenschaftliche Autorinnen und Autoren eindeutig ihren Publikationen zugeordnet werden können, sowie der Citation Formatter, mit dem der DOI in verschiedenen Zitierformaten ausgegeben werden kann.

Im Oktober 2015 begann DataCite gemeinsam mit der RDA (Research Data Alliance) Data Publishing Services Interest Group mit der Entwicklung eines Services, der Links auf Zitierungen und andere Referenzen auf DataCite-DOIs sammelt.

Seit Januar 2016 gibt es außerdem eine Status-Seite, die den Status sämtlicher Systeme überwacht und Störungen meldet.

Monatlicher DataCite-Newsletter gestartet

Mehr Informationen zu DataCite gibt es seit Dezember 2015 in dem neuen monatlichen Newsletter mit aktuellen Meldungen zu Services, technischen Entwicklungen, Terminen und vielem mehr. Wem das noch nicht reicht, der kann den beiden Twitter-Accounts von DataCite – @datacite und @datacitetech – folgen.

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