„Leibniz im Bundestag“: Intensiver Austausch zum Krisenmanagement-Lehrbuch für den Gesundheitsdienst

Der Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke informiert sich über Lehrbücher für den Gesundheitsdienst und Digitalisierung des medizinischen Bildungswesens

Unter dem Titel „Leibniz im Bundestag“ haben Bundestagsabgeordnete die Gelegenheit, sich direkt bei den Expertinnen und Experten der Leibniz-Gemeinschaft zu verschiedenen Themen aus Wissenschaft und Forschung auszutauschen.

In diesem Rahmen traf sich der Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke (CDU) am 18. Juni 2020 mit Lambert Heller, Leiter des Open Science Labs der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, und Dr. Peter Tinnemann, Leiter der Lehrbuchprojektes-Projektes an der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen. In seinem Berliner Abgeordnetenbüro informierte sich Henke, der Mitglied des Gesundheitsausschusses, Präsident der Ärztekammer Nordrhein und Internist ist, über das Krisenmanagement-Lehrbuch für den Öffentlichen Gesundheitsdienst, das Anfang April 2020 als Online-Version Open Access veröffentlicht wurde.

Das Buch enthält praktische Hinweise für Gesundheitsämter und weitere Einrichtungen im Gesundheitswesen zum Krisenmanagement, darunter Handlungsempfehlungen für die Einsatzplanung, Checklisten zur Kommunikation, Infrastruktur und Ausstattung im Krisenstab. Das Lehrbuch ist Teil eines vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Gemeinschaftsprojektes der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen und der TIB, in dem auf der Basis mehrerer Book Sprints die Reihe „Lehrbücher für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ von über 100 Fachexpertinnen und Fachexperten geschrieben wird. Diese frei lizenzierten „Open Educational Resources“ (OER) – freie und offene Lehr- und Lernmaterialien – werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert und sind über Digital Object Identifier (DOI) nachhaltig verfügbar.

Außerdem diskutierten Henke, Heller und Tinnemann darüber, wie eine umfassende Digitalisierung des medizinischen Bildungswesens nachhaltig und ergebnisorientiert gelingen kann, und welche Rolle dabei Open Educational Resources und Open Source grundsätzlich, aber auch in der aktuellen Coronakrise spielen, die die Dringlichkeit dieser notwendigen digitalen Transformation noch einmal besonders verdeutlicht.