Siggener Thesen zum wissenschaftlichen Publizieren im digitalen Zeitalter

Bessere Arbeits- und Erkenntnisprozesse in der Wissenschaft

Sieben Tage lang tauschten sich Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Bibliothekswesen im Rahmen des Programms „Eine Woche Zeit“ zum Thema „Konzepte wissenschaftlichen Publizierens im digitalen Zeitalter" aus. Vom 10. bis 16. Oktober 2016 ging es im Seminarzentrum Gut Siggen um die Fragen: Wie verändert sich die Kultur der wissenschaftlichen Kommunikation – etwa durch Entwicklungen wie Open Access, Konzentrationsprozesse innerhalb der Verlagslandschaft oder einer Vielzahl neu entstandener Publikationsplattformen? Und wie verändern sich damit auch die Praktiken des wissenschaftlichen Publizierens?

In Impulsvorträgen wurden verschiedene Aspekte des wissenschaftlichen Publizierens im digitalen Zeitalter thematisiert: aus technisch-innovativer, rechtlicher sowie ökonomischer Perspektive. Immer wieder wurde das Ganze anschaulich mit Best-Practice-Beispielen untermalt. In dem sich anschließenden offenen Gedankenaustausch hatten die Teilnehmenden – darunter auch Lambert Heller, Leiter des Open Science Labs der TIB – Gelegenheit, ausführlich diese Themen zu diskutieren.

Das Ergebnis: zehn Siggener Thesen zum wissenschaftlichen Publizieren im digitalen Zeitalter. In den Thesen beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren intensiv mit Open Access, sie thematisieren darin die Rolle von Großverlagen genauso wie die Rolle von digitalen Medien – beispielsweise Blogs, Wikis oder soziale Medien – im Prozess des wissenschaftlichen Publizierens. Darüber hinaus fordern sie unter anderem verlässliche Strukturen für digitales Publizieren, transparente Daten als Basis neuer Formen der Qualitätsmessung sowie den Erwerb und Einsatz digitaler Kompetenzen.

Wer möchte, kann die zehn Siggener Thesen mitunterzeichnen oder unter dem Hashtag #Siggenthesen darüber diskutieren.

Das Programm „Eine Woche Zeit“ wird gefördert durch die Toepfer-Stiftung und die Zeitschrift Merkur.

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