Moskauer Forscher Artyom Kosmarski mit Vortrag zu Thema Blockchain in der Wissenschaft an der TIB

„Science is not a game: Challenges of introducing novel funding and evaluation tools in academia”

Der Moskauer Forscher Artyom Kosmarski wird am 30. Oktober 2019 an der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften einen Vortrag zum Thema Blockchain in der Wissenschaft halten. Unter dem Titel „Science is not a game: Challenges of introducing novel funding and evaluation tools in academia” beschäftigt er sich darin mit Anwendungsszenarien der Blockchain-Technologie bei der Einführung neuer Finanzierungs- und Bewertungsinstrumente in der Wissenschaft. Artyom Kosmarski ist stellvertretender Leiter des Laboratory for the Study of Blockchain in Education and Science (LIBON) an der State Academic University for the Humanities (GAUGN), in Moskau und Mitherausgeber von „Frontiers in Blockchain for Science”.

Wie die Blockchain-Technologie die Wissenschaft verändern könnte

Mit dem rasanten Aufstieg von Kryptoökonomie und Blockchain-Technologien über Bitcoin hinaus haben sich auch neue Finanzierungsmechanismen und Anreizstrukturen für die Wissenschaft ergeben. Die Suche nach neuen Lösungen wurde auch durch die wachsende Unzufriedenheit mit der wissenschaftlichen Finanzierung – beispielsweise durch Budgetkürzungen und zeitintensives Schreiben von Förderanträgen – vorangetrieben. Mit Blockchain, finanziellen Anreizen für offene Wissenschaft oder Mikropublikationen jenseits von Zeitschriften könnte sich die Wissenschaft schnell zum Besseren verändern.

Allerdings geht das nur, wenn diese neuen Ansätze von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern akzeptiert werden. In einer Interviewreihe befragte Kosmarski Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Chemie, Ingenieurwesen, Mathematik, IT, Linguistik und Geschichte zu ihrer Einstellung dazu. Das Ergebnis stellt er ausgiebig in seinem Vortrag vor und zeigt, welche Herausforderungen noch zu bewältigen sind. Im Rahmen seines Vortrags möchte er mit den Teilnehmenden weitere Fragen zu der Thematik diskutieren: Sind diese Einwände länderspezifisch und lassen sie sich überwinden? Welche Perspektiven haben blockchainbasierte Innovationen in der Förder- und Forschungsevaluierung?

Die TIB beschäftigt sich als Partner im Projekt QualiChain mit der Anwendung der Blockchain-Technologie. QualiChain hat das Ziel, eine dezentrale Plattform zur Speicherung, Weitergabe und Überprüfung von Bildungs- und Beschäftigungsqualifikationen zu schaffen.

Für weitere Informationen zum Vortrag und zum Thema Blockchain steht Lambert Heller, Leiter des Open Science Labs der TIB, Interessierten telefonisch unter 0511 762-5348 oder per E-Mail unter lambert.hellertibeu zur Verfügung.

Wann? 30. Oktober 2019, 11.00-12.30 Uhr
Wo? TIB, Grunwaldhaus (Besprechungsraum im 2. Obergeschoss)