Podiumsdiskussion “Offene Wissenschaft = zeitgemäße Wissenschaft?”

Expertinnen und Experten sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sprechen über ihre Erfahrungen mit offener wissenschaftlicher Praxis

In einer Zeit, in der Expertise ein Reputationsproblem zu haben scheint und Menschen gleichzeitig so viel Informationen zur Verfügung stehen wie nie zuvor, entspricht Offene Wissenschaft dann nicht einfach ohnehin dem Bild einer zeitgemäßen Wissenschaft? Doch wie funktioniert das ganz konkret? Mit welchen Herausforderungen und Hürden werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konfrontiert, die ihre eigene wissenschaftliche Arbeit möglichst offen gestalten möchten? Was gewinnen Einzelne, aber auch ihre Institutionen, durch die Öffnung von wissenschaftlicher Praxis?

Im Rahmen des Fellow-Programms Freies Wissen haben sich 20 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen intensiv mit den eingangs gestellten Fragen auseinandergesetzt. Über einen Zeitraum von acht Monaten haben sie in Forschungsprojekten Offene Wissenschaft in der Praxis betrieben und wurden dabei durch erfahrene Expertinnen und Experten unterstützt, die ihnen als Mentorinnen und Mentoren beratend zur Seite standen. Zum Abschluss des zweiten Programmjahres präsentieren die geförderten Fellows ihre Projektergebnisse und sprechen darüber, wie Offene Wissenschaft für sie in der Praxis funktioniert hat.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Vanessa Hanneschläger (Österreichische Akademie der Wissenschaften)
  • Dr. Maximilian Heimstädt (Universität Witten/Herdecke)
  • Dr. Kerstin Göpfrich (Max-Planck-Institut für medizinische Forschung)
  • Moderation: Christian Friedrich (Wikimedia Deutschland e. V.)

Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung per Mail an wissenschaftwikimediade wird gebeten.

Weitere Informationen zur Podiumsdiskussion im Wimedia-Blog

Wann? 8. Juni 2018, 18.00-20.00 Uhr
Wo? Wikimedia Deutschland e. V., Tempelhofer Ufer 23-24, 10963 Berlin​

 

Das Fellow-Programm Freies Wissen ist ein gemeinsames Projekt von Wikimedia Deutschland, dem Stifterverband und der VolkswagenStiftung, das Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler dabei unterstützt, ihre eigene wissenschaftliche Arbeit offen zu gestalten. Das zentrale Anliegen des Programms ist es, die schrittweise Öffnung der Wissenschaft zu fördern und das Prinzip kollaborativer Wissensproduktion nach dem Vorbild der Wikipedia weiter in die Breite zu tragen.

Die TIB ist als wissenschaftlicher Partner mit Qualifizierungsangeboten an dem Fellow-Programm beteiligt. Dr. Ina Blümel, Forscherin im Open Science Lab der TIB und Verwaltungsprofessorin an der Hochschule Hannover (HsH) im Studiengang Informationsmanagement, ist als Mentorin dabei.