Modulare Anlagen effektiv automatisieren. Zielsystemunabhängiges Modulengineering (Deutsch)

in CAV - Chemie, Anlagen, Verfahren ; 50 , 6 50 Jahre CAV ; 128-131
CAV - Chemie, Anlagen, Verfahren
; 2017
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Die chemisch-pharmazeutische Industrie Deutschlands steht in einem starken internationalen Wettbewerb. Günstigere Kostenstrukturen in den Schwellenländern führen zu Produktionsverlagerungen. Gleichzeitig zeichnet sich eine Steigerung der Produktdiversität ab. Dieser Trend erfordert neue Produktionsmechanismen, die die Anlageneffizienz steigern und die Flexibilität erhöhen. Ein Lösungskonzept hierfür sind modulare Anlagen. Wie diese automatisiert werden können, zeigt der Beitrag. Das hier beschriebene Konzept stellt eine Möglichkeit zum zielsystemunabhängigen Modulengineering dar. Die wesentlichen Merkmale der Modulschnittstelle werden beschrieben und anschließend automatisch in einen zielsystemspezifischen Code übersetzt und als MTP zur Modulbeschreibung abgebildet. Mithilfe dieses Konzepts lassen sich sehr schnell neue Module beschreiben. Der Engineeringworkflow ist auf dem Modul- und Anlagenbauer zugeschnitten, im Sinne eines möglichst niedrigen Aufwands zur Definition und Einsatz eines Moduls. Vollwertige Bedienbilder werden hier nicht mehr beschrieben, sondern lediglich eine grobe Prozessstruktur. Bei Integration eines zusätzlichen Verfahrensschrittes in die Anlage lässt sich durch den Einsatz von Modulen und deren standardkonforme Beschreibung das Engineering beschleunigen und kostengünstiger gestalten. Eine Erweiterung erfordert nicht die Anpassung des Automatisierungskonzepts der Gesamtanlage. Es genügt, die automatisierten Module in die Prozessführungsebene zu integrieren. Damit wird die reibungslose Kommunikation zwischen den verschiedenen Ebenen der Automatisierungspyramide gewährleistet. Für Modulhersteller bedeutet das modulare Konzept aber auch, Kleinserien von einheitlichen Modulen schon auf Lager fertigen zu können. Damit erzielen sie Skalenerträge in Produktion sowie Montage und senken ihre Kosten. Zusätzlich erhöhen sie ihre Lieferfähigkeit und ermöglichen es den Endkunden, mit marktgerechten Produktionsmengen neuer Produkte früher am Markt zu erscheinen.

Dokumentinformationen


Inhaltsverzeichnis – Band 50, Ausgabe 6 50 Jahre CAV

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26
Die Zukunft der Chemieindustrie. Update der VCI-Prognos-Studie: Die deutsche chemische Industrie 2030
Bünger, Christian | 2017
30
Veränderung als Chance. Digitalisierung und Arbeiten 4.0
Bauer, Wilhelm | 2017
50
Schneller Zugriff auf Daten aus dem Feld. Namur öffnet Automatisierungspyramide für Industrie 4.0
Diedrich, Christian / Schröder, Tizian | 2017
72
Cyber Security für funktionale Sicherheit. NA-163-Verfahren bietet praxistaugliche Risiko-Beurteilungsmethode
Kruschitz, Erwin | 2017
116
Abschied vom hohen Schornstein. Chancen und Grenzen der Small-Scale-Chemie
Löb, Patrick | 2017
124
Forschung und Industrie im Schulterschluss. Entwicklung innovativer Produktionskonzepte für Chemie und Pharmazie
Salge, Malte / Fleischer, Christoph / Schweiger, Armin | 2017
128
Modulare Anlagen effektiv automatisieren. Zielsystemunabhängiges Modulengineering
Haller, Axel | 2017
170
Von klassisch statisch zu intelligent dynamisch. Mischen 4.0 in der Praxis angekommen
Honemeyer, Christian | 2017
174
Die Welt ist nicht genug. Effizienz im Umgang mit Ressourcen ist gefragt
Rademacher, Bernd | 2017
178
Phosphor aus Klärwasser zurückgewinnen. Umweltschonendes Kristallisationsverfahren
Gerhard, Iris | 2017

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