ADiWa. FhG-Schlussbericht im Projekt "ADiWa". ADiWa: Allianz digitaler Warenfluss. Laufzeit: 01.01.2009 - 31.03.2012

in BMBF-Forschungsbericht. Bundesministerium für Bildung und Forschung; 1-111; BMBF-Forschungsbericht. Bundesministerium für Bildung und Forschung
; 2012
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Abstract

Das Projekt "Allianz Digitaler Warenfluss" (ADiWa) war ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Konsortialprojekt mit 12 Partnern aus Forschung und Wirtschaft. Ziel von ADiWa war es, Technologien für Unternehmensanwendungen zu erforschen, die die reale Welt über das Internet der Dinge in komplexe und dynamische Geschäftsprozesse integrieren. Das volle Potenzial des Internet der Dinge lässt sich dabei aber nur erschließen, wenn die Verarbeitung dynamischer Informationen und die zeitnahe, automatische Erkennung und Verarbeitung geschäftsrelevanter Ereignisse stärker in den Mittelpunkt rücken. Dazu wurde ein umfassender Satz entsprechender Werkzeuge und Mechanismen für den Entwurf und auch für die Laufzeit von Geschäftsprozessen unter Berücksichtigung komplexer Ereignisse angepasst bzw. neu geschaffen. Die Ergebnisse wurden in einem praxisnahen Demonstrator veranschaulicht, der die definierten Szenarien als marktfähige Dienstleistungen in intelligente Geschäftsprozesse abbildet und auf externe Einflüsse und komplexe Ereignisse reagieren kann. Im Rahmen dieses Projektes hat die Fraunhofer-Gesellschaft unterschiedliche Aufgaben in verschiedenen Forschungsfeldern übernommen: Im Bereich der Güte, Analytik und Nutzung geschäftsrelevanter Ereignisse war unter anderem die Entwicklung von Werkzeugen zur Analyse zeitlicher Folgen von Ereignissen ein Arbeitsschwerpunkt. In diesem Zusammenhang befasste man sich schwerpunktmäßig mit dem Problem der Ereignisentdeckung, und es wurde ein entsprechendes Verfahren aus dem Bereich des so genannten Unüberwachten Lernens entwickelt und prototypisch implementiert. Auch wurde eine flexible Plattform für mehrkriterielles Wissens,- Projekt- und Prozessmanagement erstellt. Im Bereich Sicherheit wurden die dynamischen Geschäftsprozesse auf der Basis des Internets der Dinge bezüglich der benötigten Sicherheitsmaßnahmen untersucht. Basierend darauf wurden insbesondere zur Sicherheitsmodellierung dynamischer Geschäftsprozesse, zur Formulierung von Sicherheitsrichtlinien für dynamische Geschäftsprozesse sowie zur dynamischen Bewertung des Sicherheitsstatus entsprechende Überlegungen angestellt und Maßnahmen bzw. Mechanismen entwickelt. Im Anwendungsszenario Logistik wurde ein integrierter Demonstrator erstellt, welcher aufbauend auf den Ergebnissen der technischen Arbeitspakete G1-G7 die definierten Szenarien als marktfähige Dienstleistungen in intelligente Geschäftsprozesse abbildet und auf externe Einflüsse und komplexe Ereignisse reagieren kann. Darüber hinaus wurden auch einzelne Technologiebausteine basierend auf dem Internet der Dinge entwickelt, wie z.B. eine verteilte Entscheidungsunterstützung oder eine Teilkomponente zur automatischen Eventerzeugung und -Verarbeitung basierend auf RFID-Technologie. Zuletzt wurde auch die Evaluation des Projektes durch die Anwendungspartner von der Fraunhofer Gesellschaft organisiert und methodisch begleitet, mit dem Ergebnis, dass ein Großteil der Konzepte und Technologien praktischen Nutzen haben.

The project "Alliance Digital Product Flow" (ADiWa) was a consortium project funded by the Federal Ministry of Education and Research, with 12 partners from research and industry. The goal of ADiWa was to do research into technologies for enterprise applications that integrate the real world into complex and dynamic business processes via the Internet of Things. However, the full potential of the Internet of Things can only be unlocked if there is a stronger focus on the processing of dynamic information and the timely, automatic detection and processing of business-relevant events. To achieve this goal, a comprehensive set of corresponding tools and mechanisms for the design as well as for the runtime of business processes was adapted, or newly created, taking into account complex events. The resulting events were visualized in a practice-oriented demonstrator, which maps the defined scenarios to intelligent business processes as marketable services and which can react to external influences and complex events. In the context of this project, the Fraunhofer-Gesellschaft took over various tasks in several research areas: In the areas of "Quality, Analytics and Usage of Business-relevant Events", work focused, among other issues, on the development of tools for the analysis of chronological sequences of events. In this context, one focus was on the problem of detecting events, and a corresponding process from the area of so-called "Unsupervised Learning" was developed and implemented as a prototype. In addition, a flexible platform was developed for multi-criteria knowledge, project, and process management. In the area of security, dynamic business processes were studied on the basis of the Internet of Things regarding the security measures needed. Based upon that, the following topics were further investigated: security modeling of dynamic business processes, formulation of security guidelines for dynamic business processes, as well as dynamic assessment of the security status. Various measures and mechanisms were developed in these areas. In the logistics application scenario, an integrated demonstrator was created, which - building on the results of the technical work packages G1-G7 - maps the defined scenarios as marketable services to business processes and which can react to external influences and complex events. In addition, individual technology building blocks were also developed based on the Internet of Things, such as distributed development support or a sub-component for automatic load control based on RFID technology. Finally, the evaluation of the project was done by industry partners under the guidance of the Fraunhofer-Gesellschaft. The result of this evaluation was that a majority of the concepts and technologies developed have practical benefits.