CERN und American Physical Society treffen Open-Access-Vereinbarung für SCOAP³

Alle Artikel in APS-Zeitschriften aus dem Bereich Hochenergiephysik ab 2018 im Open Access verfügbar

Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, und die American Physical Society (APS) haben nach langen Verhandlungen nun eine Open-Access-Vereinbarung für SCOAP3 (Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics) unterzeichnet: Ab Januar 2018 werden alle Artikel der drei führenden APS-Zeitschriften „Physical Review C“, „Physical Review D“ und „Physical Review Letters“ aus dem Bereich Hochenergiephysik (HEP) Gold Open Access publiziert und sind damit sofort bei Erstveröffentlichung frei verfügbar. APS-Artikel machten 2014 und 2015 einen Anteil von etwa 44 Prozent an allen weltweit erschienenen HEP-Artikeln aus, so dass sich die Zahl der Open Access verfügbaren HEP-Artikel dank der zwischen CERN und APS geschlossenen Vereinbarung ab 2018 nahezu verdoppeln wird. Dies ist ein großer Erfolg für das Projekt SCOAP³, das damit fast 90 Prozent der Zeitschriftenartikel im Bereich Hochenergiephysik umfasst.

Mit der Vereinbarung zwischen CERN und APS umfasst SCOAP³ nun fast 90 Prozent der Zeitschriftenartikel im Bereich Hochenergiephysik. SCOAP³ ist mit über 3.000 Bibliotheken und Forschungseinrichtungen aus 44 Ländern sowie der Unterstützung von acht Forschungsförderungsorganisationen die größte Open-Access-Initiative weltweit. Bis heute wurden seit dem Start des SCOAP³-Repositoriums im Jahr 2014 bereits 15.000 Artikel von rund 20.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 100 Ländern für alle frei zugänglich gemacht. Die Publikationsgebühren der SCOAP³-Artikel werden zentral aus einem Fonds gezahlt, der von den teilnehmenden Einrichtungen finanziert wird, so dass für die Autorinnen und Autoren keine Kosten entstehen.

Über SCOAP³ und SCOAP³-DH

Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes SCOAP³-DH koordiniert die Technische Informationsbibliothek (TIB) die Beteiligung deutscher Hochschulen an dem internationalen Pilotprojekt SCOAP³ (Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics). Mit dem Projekt werden wissenschaftliche Publikationen aus dem Bereich der Hochenergiephysik via Gold Open Access für alle frei zugänglich gemacht. Die TIB ist zudem Nationale Kontaktstelle (National Contact Point) für die deutschen Hochschulen im Rahmen von SCOAP³.