Künstliche Intelligenz in Niedersachsen: Ministerpräsident Weil informiert sich über KI-Forschung

TIB präsentiert verschiedene KI-Projekte beim „Speed Dating“

Prof. Dr. Sören Auer (links) erklärt Ministerpräsident Stephan Weil (rechts), wie Wissensgraphen die wissenschaftliche Kommunikation verändern können. Foto: LUH/Thomas Damm

Der erste Stopp auf seiner Reise durch Niedersachsen zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) führte Ministerpräsident Stephan Weil am 12. Februar 2020 ans Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover. „Am L3S stehen nicht nur technische Fragen zur KI im Mittelpunkt, sondern auch gesellschaftliche“, betonte Universitätspräsident Prof. Dr. Volker Epping, der in seiner Begrüßung auch die Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete wie Informatik, Soziologie und Rechtswissenschaft hervorhob.  

L3S-Direktor Prof. Dr. Wolfgang Nejdl stellte dem Ministerpräsidenten und den mitreisenden Journalistinnen und Journalisten anschließend kurz das L3S vor, das Methoden und Technologien für den digitalen Wandel entwickelt und die Auswirkungen der Digitalisierung erforscht. Er zeigte, wie KI-Systeme aus Daten lernen und welche Fragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerinnen dafür stellen müssen.

Riesenthema Künstliche Intelligenz

„KI ist ein Riesenthema“, sagte Stephan Weil, bevor er sich in einer Posterausstellung – beim „Speed Dating“, wie der Ministerpräsident es nannte – über verschiedene Projekt am L3S informierte. Darunter waren auch Projekte der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, die eng mit dem Forschungszentrum zusammenarbeitet. TIB-Direktor Prof. Dr.Sören Auer präsentierte den Open Research Knowledge Graph (ORKG), einen Wissensgraphen, der den Wissensaustausch in der wissenschaftlichen Kommunikation in Zukunft erleichtern soll. Weitere ausgestellte TIB-Projekte waren das an der TIB entwickelte Geolokalisierungstool zur Schätzung des Aufnahmeortes von Fotos, das Kompetenzzentrum Niedersachsen der International Data Space Association (IDSA), das eine sichere, vertrauenswürdige Plattform zum Datenaustausch zwischen Unternehmen aufbauen will, sowie die Projekte TRUSTS und Platoon.