Schaden für die Wissenschaft durch Predatory Publishing

Blogreihe beschäftigt sich mit dem Problem selbst, der medialen Aufbereitung und den Reaktionen aus der Wissenschaft

In Bibliotheken ist das Thema der "Predatory Journals" und "Predatory Conferences" nicht neu. Die TIB begrüßt daher die breite gesellschaftliche und mediale Debatte zu Problemen, Missständen und betrügerischen Geschäftspraktiken im wissenschaftlichen Publikationswesen (siehe dazu auch die Stellungnahme der Leibniz Gemeinschaft zu der Thematik).

Sogenannte Raubverlage stellen eine ernstzunehmende Gefahr für die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft dar. Daher bietet die TIB bereits seit langem Beratungen und Schulungen für Wissenschaftler an, wie Publikationsentscheidungen auf der Grundlage zuverlässiger Qualitätskriterien getroffen werden können. Auch die Erwerbung und Erschließung der durch die TIB bereitgestellten Fachinformationen, wie zum Beispiel Zeitschriften und Konferenzberichte, erfolgt auf Grundlage klar definierter Qualitätsstandards.

Das Problem der "Predatory Publishers" ist Teil eines größeren Problemkomplexes innerhalb des wissenschaftlichen Publikationswesens und kann daher nur in diesem Zusammenhang vollständig verstanden werden. Eine lose Reihe von Beiträgen im TIB-Blog wird das Thema von verschiedenen Seiten beleuchten und die unterschiedlichen Facetten des Problems aufzeigen. Den Startschuss setzt Dr. Ulrike Kändler (Bereich Publikationsdienste) mit Nachgeprüft: #FakeScience

Dies sind unsere weiteren Themen:

  • Wie funktionieren Predatory-Angebote?
  • Das betrifft mich nicht – oder? Drei sichere Wege zum guten Journal
  • Aufklärung ist wichtig. Kritische Punkte in der Berichterstattung
  • Qualitätssicherung beim Bestandsaufbau in Bibliotheken
  • Wo es wirklich kritisch wird: Prüfsiegel für Fehler, Hoax, Instrumentalisierung?
  • Peer Review: Mittel gegen Fake Science?
  • Finanzielle Aspekte: Das Geld im System
  • Wie reagiert die Wissenschaft?