Strategische Partnerschaft: Vertreterinnen und Vertreter aus St. Petersburg besuchen Hannover

Workshops und Strategietreffen mit Partnern der Polytechnischen Peter-der-Große-Universität St. Petersburg (SPbPU)

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Mitarbeitende sowie die Hochschulleitung der Polytechnischen Peter-der-Große-Universität St. Petersburg (Peter the Great St. Petersburg Polytechnic University) waren Anfang Dezember 2018 an der Leibniz Universität Hannover (LUH) zu Gast, um die Ergebnisse und Zukunftspläne der erfolgreichen Kooperation zwischen den beiden Universitäten, die 2019 ihr 35-jähriges Bestehen feiert, zu präsentieren. In einem viertägigen Strategietreffen im Rahmen des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Projektes „Strategische Partnerschaft" gab es Fachtreffen und Fachworkshops an den Fakultäten, einen Workshop mit dem Fokus auf Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Kooperation mit der Industrie. Zudem stellten  alle Arbeitsgruppen ihre Kooperationsergebnisse aus den Jahren 2013 bis 2018 und ihre Zukunftspläne vor, darunter auch die Technischen Informationsbibliothek (TIB), die im Rahmen der Partnerschaft seit 2013 mit der Bibliothek der SPbPU kooperiert.

Bibliotheken arbeiten erfolgreich zusammen

Die Themen, zu denen die beiden Bibliotheken in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet haben, sind vielfältig – im Mittelpunkt der deutsch-russischen Treffen standen unter anderem Forschungsdatenmanagement und der Austausch von Metadaten. So finden sich inzwischen die an der SPbPU verfassten Abschlussarbeiten im TIB-Portal. Außerdem versieht die SPuPU ihre Publikationen mit einem Digital Object Identifier (DOI), der analog zur ISBN bei Büchern dafür sorgt, dass Forschungsdaten im Internet dauerhaft verfügbar und zitierbar sind. Weiterhin sind die SPuPU seit 2016 Mitglied im von der TIB mitbegründeten internationalen Konsortium DataCite, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Zugang zu Forschungsdaten über das Internet erleichtern, die Akzeptanz von Forschungsdaten als eigenständige, zitierfähige wissenschaftliche Objekte steigern und somit die Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis gewährleisten will.

Sowohl die Vernetzung der verschiedenen Bibliotheksdienstleistungen als auch der direkte Austausch der Bibliotheksfachleute untereinander werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Für 2019 sind etwa der Austausch von Informationen zu neuen von TIB und SPbSPU entwickelten Services einschließlich Mitarbeiteraustausch der beiden Einrichtungen, die kontinuierliche Weiterentwicklung der Such- und Bestellportale von TIB und SPbPU, um zusätzliche Ressourcen wie Forschungsberichte und ORCIDs – der Open Researcher and Contributor ID – zur eindeutigen Kennung für Forscherinnen und Forscher sowie gemeinsame Publikationen der beiden Einrichtungen geplant.