TIB-Direktor als Experte zu Künstlicher Intelligenz (KI) im Deutschen Bundestag

Prof. Dr. Sören Auer nennt in der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ Datenhoheit als wichtigen Faktor bei KI

Prof. Dr. Sören Auer als Gast in der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ im Deutschen Bundestag // Foto: W. Ecker

Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Wissenshaft ein wichtiges Thema und schreitet stetig voran. Dabei geht es darum, dass Computer, Maschinen und Roboter – meist mithilfe von Algorithmen – versuchen, durch selbstständiges Lernen menschliche Wahrnehmung und Verhalten nachzubilden.

Welche Chancen und Herausforderungen Künstliche Intelligenz für die Gesellschaft mit sich bringt, diskutierten am 11. März 2019 die Mitglieder der  Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“ unter Leitung von Daniela Kolbe (SPD) mit geladenen Experten im Deutschen Bundestag.

„Wert und Wettbewerb liegt in der Datenhoheit“

Prof. Dr. Sören Auer, Direktor der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, sprach als Experte über Wert und Wettbewerb von KI (im Video ab Minute 38:00), beides ist seiner Meinung nach eng mit der Datenhoheit verknüpft. „Die großen Durchbrüche in der KI in der jüngeren Vergangenheit hat es vor allem dank immer größerer und leichter zugänglicher Datensätze gegeben, die verwendeten Algorithmen sind dagegen häufig schon viele Jahre alt. Der eigentliche Wert und Wettbewerb liegt daher in der Datenhoheit“, erklärte Auer. Deshalb dürfe KI keine Black Box sein; es sei unabdingbar, ein gemeinsames und transparentes Verständnis der Daten zu entwickeln.

Auer forscht an der TIB zu der Frage, wie im Zeitalter der Digitalisierung der Umgang mit Informationen, Daten und Wissen über einen Open Research Knowledge Graph – einen Wissensgraphen – verbessert und effektiver gestaltet werden kann. Wissen könnte in Zukunft mithilfe von Wissensgraphen dargestellt und kommuniziert werden, wodurch sich das wissenschaftliche Arbeiten nachhaltig verändern könnte.

Experten beleuchten verschiedene Aspekte von KI

Neben Prof. Dr. Sören Auer hielten außerdem Dr. Alexander Filipović von der Hochschule München, Prof. Dr. Emmanuel Müller von der Fraunhofer-Gesellschaft,  Prof. Dr. Morris Riedel von der Helmholtz-Gemeinschaft und Prof. Dr. Klaus-Robert Müller von der Max-Planck-Gesellschaft Vorträge zu KI. Als Experten beleuchteten sie unter anderem ethische, technische, methodische und ökonomische Aspekte des Themas und sprachen sich für eine Vernetzung in der Forschung aus, um den Anschluss an andere Länder nicht zu verlieren.

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