TU9-Allianz unterstützt DEAL-Projekt in vollem Umfang

TU9 spricht sich für die bundesweite Lizenzierung von Angeboten großer Wissenschaftsverlage aus

Die TU9, die Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland, zu denen auch die Leibniz Universität Hannover gehört, unterstützt das Projekt DEAL in vollem Umfang und fordert den Verlag Elsevier zur Fortführung konstruktiver Verhandlungsgespräche mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) auf.

Das Projekt DEAL hat das Ziel, bundesweite Lizenzverträge für elektronische Zeitschriften großer Wissenschaftsverlage ab 2017 abzuschließen. Dadurch soll der Zugang zu wissenschaftlicher Literatur verbessert und eine Open-Access-Komponente implementiert werden. Die Verhandlungen, die die HRK im Auftrag der Allianz der Wissenschaftsorganisationen mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier führt, haben bereits 2016 begonnen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte jedoch keine Einigung erzielt werden. Ende März 2017 verlief eine weitere Verhandlungsrunde zwischen HRK und Elsevier erfolglos, nachdem zum wiederholten Mal kein Angebot vorlag, das auf die Forderungen der Wissenschaft ansatzweise einging.

Die TU9-Allianz steht geschlossen hinter den Verhandlungszielen des Projekts DEAL:

  • Teilnehmereinrichtungen: alle zur Teilnahme an Allianz- und Nationallizenzen berechtigten Einrichtungen in Deutschland.
  • Die DEAL-Einrichtungen haben dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) von Elsevier.
  • Alle Publikationen von Autoren aus deutschen Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY, inklusive Peer Review).
  • Angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.

Mehr Informationen

Über das Projekt DEAL


Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) verhandelt im Rahmen des Projektes DEAL im Auftrag der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, einem Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland, mit großen Wissenschaftsverlagen – unter anderem mit Elsevier – über sogenannte Bundeslizenzen. Über diese Lizenzen sollen zukünftig alle Artikel dieser Wissenschaftsverlage bundesweit zur Verfügung stehen. Die HRK fordert unter anderem, dass an DEAL teilnehmende Einrichtungen einen dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio der Verlage erhalten, alle Publikationen von Autorinnen und Autoren aus deutschen Einrichtungen Open Access geschaltet (CC BY) werden und angemessene Preise nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell vereinbart werden, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.