Wie aus einer Idee ein Verein wurde

DataCite-Gründung am 1. Dezember 2009 in London

Startschuss von DataCite: Gründungsmitglieder am 1. Dezember 2009 in London // Foto: TIB

Was die ISBN für Bücher ist, ist der Digital Object Identifier (DOI) für Forschungsdaten oder andere digitale Objekte wie digitale Publikationen, 3D-Modelle, Grafiken oder Videos. Ein DOI ermöglicht es, auf diese Objekte nachhaltig und eindeutig zuzugreifen. Dank DOIs können wissenschaftliche Ergebnisse zuverlässig zitiert werden.

Die TIB, die British Library (BL), das Technical Information Centre of Denmark (DTU), die TU Delft Library, das National Research Council Canada (NRC-CNRC), die California Digital Library und die Purdue University – sie alle sind Gründungsmitglieder der Non-Profit-Organisation DataCite, die am 1. Dezember 2009 gegründet wurde. Ihr großes Ziel: Sie wollten den Online-Zugang zu Forschungsdaten für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erleichtern. Gleichzeitig sollte die Akzeptanz digitaler Objekte als eigenständige und zitierfähige wissenschaftliche Ergebnisse, die zur Reputation von Forschenden beitragen, gefördert werden.

Heute – zehn Jahre später – sind DOIs etabliert und aus der Wissenschaft nicht mehr wegzudenken, auch wenn am Anfang dieser Idee einiges an Überzeugungsarbeit bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nötig war. Die Zahlen sprechen für sich: In den vergangenen zehn Jahren wurden allein über DataCite 17,1 Millionen DOIs für Forschungsdaten und andere digitale Objekte vergeben. Die 180 DataCite-Mitglieder kommen aus 40 Ländern und arbeiten bei der DOI-Registrierung mit 1.837 Datenzentren in der ganzen Welt zusammen. Die Geschäftsstelle von DataCite wird an der TIB in Hannover geführt.

Mehr Informationen zu DataCite: https://datacite.org