Global Shale and the GCC. The End of Low-Hanging Fruits and High Margins (Deutsch)

in CHEManager ; 23 , Regions & Locations Guide 2014 ; 8-9
CHEManager
; 2014
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Der vorliegende Bericht beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Schiefer-Booms in den USA auf die Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) und deren Risiken. Sicher werden die USA durch Fracking unabhängiger von den Golfstaaten, was hier zu Gewinneinbußen führt, doch nach Ansicht der Autoren besteht für die GCC-Staaten kein Grund zur Panik. Der durch das in den USA produzierte Schiefergas reduzierte Bedarf an Flüssigerdgas aus Quatar kann beispielsweise durch gestiegene Exporte nach China und Japan aufgefangen werden. Ein Risikofaktor sind natürlich die nicht kalkulierbaren wirtschaftlichen Entwicklungen weltweit. Ein weiterer Risikofaktor für die GCC-Staaten neben der Entwicklung des Exports von Flüssiggas ist die Ölproduktion. Große Mengen an Gas werden in Zusammenhang mit der Ölproduktion produziert, d.h. beide Vorgänge sind eng gekoppelt. Die Gewinnung von Schiefer-, bzw. Tight Oil, einem Leichtöl, in den USA reduziert zwar die Nachfrage von Leichtölen, doch werden Schweröle durchaus noch von den GCC-Staaten in die USA exportiert und es gibt eine verstärkte Nachfrage für Erdöl aus Asien. Inwieweit Kanada den Schweröl-Bedarf der USA in Zukunft decken kann, ist derzeit ungewiss. Neben der Öl-Nachfrage spielt jedoch die Entwicklung der globalen Ölproduktion für die GCC-Staaten durchaus eine Rolle. So hat Irak seine Fördermenge von 110 Millionen Tonnen/Jahr (2009) auf 170 Millionen Tonnen (2013) gesteigert. Je nach politischen Entwicklungen im Iran könnte auch Iran immer mehr Öl auf den Weltmarkt bringen. Große zusätzliche Fördermengen, die den Bedarf übersteigen führen jedoch zu sinkenden Ölpreisen, was die Golfstaaten zu einer Drosselung der Produktion bewegen könnte. Auch die chemische Industrie muss sich auf Veränderungen einstellen. Durch lokale Verknappung von Ethan hat Saudi Arabien immer mehr auf Naphtha-Cracking umgestellt. Dies und preiswerte Ethylen-Produktionen aus den USA bringt den Golfstaaten im Vergleich zu den USA einen Wettbewerbsnachteil im Bereich der chemischen Industrie der auch Auswirkungen auf die chemische Industrie in Europa haben wird. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Golfstaaten durchaus in der Lage sind Umsatzeinbußen auf Grund des Fracking-Booms in den USA abzufangen doch sind die Zeiten tiefhängender Früchte und außergewöhnlich hoher Gewinnspannen nach Ansicht der Autoren erst einmal vorbei.

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Dokumentinformationen


Inhaltsverzeichnis – Band 23, Ausgabe Regions & Locations Guide 2014

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6
Potential In Eastern Europe. The CEE and CIS Region Offers Benefits for API Manufacturing
Gilpatrick, Joshua | 2014
8
Global Shale and the GCC. The End of Low-Hanging Fruits and High Margins
Gawad, Oliver / Bugarski, Sven | 2014
10
Repercussions of the US Shale Story. Shale changing the face of petroleum and petrochemical markets
Welch, David | 2014
18
Brazil: Growing Chemical Market. Demand is Driven by Increasing Population, Urbanization and an Expanding Middle Class
Laksham, Vir / Duran, Rita | 2014

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